RosaHeide
"Kein Bombodrom in Kyritz-Wittstock-Ruppin"
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1. Presseerklärung

Berlin, Neuruppin 2. Juli 2008

Aktionsbündnis kündigt weitere Platzbesetzung des Bombodroms an
Vom 18. bis zum 21. Juli lädt das „Aktionsbündnis Rosa Heide gegen Bombodrom und Militarisierung“ in der Kyritz Ruppiner Heide zum Widerstandscamp gegen den geplanten Bombenabwurfplatz ein. „Damit wollen wir der Forderung, das Projekt Bomobdrom aufzugeben, weiter Nachdruck verleiten“ sagt Markus Keller, Sprecher des Aktionsbündnisses. Neben zahlreichen Veranstaltungen kündigt das Bündnis eine erneute Platzbesetzung an. „Wir 'üben' mit ortsansässigen und zugereisten Menschen die Aneignung des Platzes,“ kündigte Keller an. „Wir bereiten uns damit auch auf den Fall vor, dass die Bundeswehr und die NATO den Platz für Bombenabwürfe in Betrieb nehmen.“

Mit dem Camp knüpft das Bündnis an die bunten und massiven Anti-G8-Proteste des vergangenen Sommers an, deren Auftakt die Besiedelung des Bombodromgeländes am 1. Juni war. In diesem Sommer finden bundesweit 4 Widerstandscamps statt, unter anderem zu den Themen Flucht und Migration, Klima, Energiepolitik sowie Stationierung von Atomwaffen in Büchel (Nordrhein-Westfalen). Auch das Widerstandscamp in der Heide blickt über den eigenen bombodromkritischen Horizont hinaus: Im Zusammenhang mit Militarisierung, Hunger und Gentechnik beteiligen sich TeilnehmerInnen des Camps am Sonntag, den 20. Juli, an einer Aktion gegen ein gen-manipuliertes Feld. Es haben bereits mehrere antimilitaristische Initiativen sowie viele Einzelpersonen ihre Teilnahme angekündigt. Auch die neu gegründete „Friedensinitiative Kyritz-Ruppiner Heide“ wird das Camp unterstützen.

Ein Anliegen der Initiative ist es, das Bombodrom über die Landesgrenzen hinaus bekannter zu machen, damit der Widerstand gegen die Pläne der Bundeswehr von vielen Menschen getragen wird. „Denn das Bombodrom ist nicht nur eine Bedrohung für die Region“, sagt Sonja Schubert, Sprecherin des Bündnisses. „Die Menschen hier wehren sich seit 16 Jahren aus guten Gründen gegen das Bombodrom, wir sehen darüber hinaus auch andere Motivationen, den Bomenabwurfplatz zu verhindern: Wir lehnen Kriegsvorbereitungen, die zunehmende Militarisierung von Politik und Gesellschaft ab und protestieren mit Mittel des zivilen Ungehorsams gegen diese Entwicklung.“

Hinweis an die Redaktionen: Die Pressegruppe des Aktionscamps wird sie während des Camps über Aktionen und Veranstaltungen informieren. Kurz vor Beginn wird es zudem eine Pressekonferenz geben.

Weitere Infos:

www.freieheide-nb.de
www.ClowsFREIHEIDe.de.tl
http://camp08.antira.info
www.klimacamp08.net
www.atomwaffenfrei.de

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